Mit der Hoffnung leben
Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.
Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,
Am 5. April werden wir wieder das heilige Osterfest feiern, das Hochfest der Auferstehung unseres Herrn. „Der Herr ist auferstanden! Halleluja! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja! Das Leben siegt über den Tod! Das Licht scheint in die Finsternis! Hoffnung bricht sich Bahn!“ So werden wir es uns auch 2026 wieder gegenseitig zurufen. Der, der am Kreuz für uns starb, er ist auferstanden und lebt. Christus hat den Tod besiegt. Licht scheint hinein in die Finsternis. Die Traurigkeit ist der Freude gewichen. Hoffnung zieht in unser Leben und in unsere Herzen ein. Hoffnung durchströmt unsere Orte, unser Land, diese Welt. Eine Hoffnung, die bleibt und nicht wieder vergeht. Die uns Halt gibt, uns stark macht und zuversichtlich nach vorn schauen lässt. Eine Hoffnung, mit der wir unsere Wege froh und gewiss gehen können. Eine Hoffnung, die wir gerade jetzt brauchen.
Schön und gut, aber geht uns das alles wirklich so leicht von den Lippen? Wie ist das mit der Hoffnung? Empfinden wir nicht manchmal genau das Gegenteil, wenn wir in die Welt, auf unsere Zeit, ins eigene Leben schauen? Ja, die Hoffnung ist eben kein Selbstläufer. Sie kommt nicht auf Knopfdruck. Sie hat es mitunter schwer, einen Weg zu uns zu finden. Manchmal verdecken dunkle Wolken die Sicht darauf. Manchmal scheinen die eigene Erfahrung, das eigene Erleben dagegen zu sprechen. Manchmal fällt es einfach nur schwer, zu hoffen. Gerade jetzt in diesen so beunruhigenden Zeiten, in einer Welt die eher karfreitäglich als österlich daherkommt. Wo es so viel Not und Elend, so viele Kriege und Krisen gibt. Aber deswegen die Hoffnung aufgeben? Nein, das darf nicht passieren. Niemals! Gerade jetzt brauchen wir sie doch, die Hoffnung! Trotz allem und in allem! Deshalb muss uns die Hoffnung immer wieder zugerufen werden. Sie muss hörbar und sichtbar werden, in Texten und Liedern, im eigenen Bekenntnis. Und sie muss hineinfließen in unser Herz. Ostern ist da genau der richtige Zeitpunkt. Denn die Osterbotschaft sagt uns ja, dass das Leben über den Tod, das Licht über die Dunkelheit, die Liebe über Hass und Gewalt siegt. Dass es Hoffnung und Zuversicht gibt, auch wenn die Realität anders aussehen mag und vieles momentan dagegensprechen mag. Dass ein tiefer Friede bei uns einziehen kann, den kein anderer, als der Auferstandene, zu geben vermag. Dass ER uns aufrichtet, inmitten all unserer Ängste und Sorgen, unserer Zweifel und Unsicherheiten, unserer Traurigkeiten. Weil ER, der Auferstandene, stärker ist als Alles. ER kann uns auf die Füße stellen und den Kopf nach oben ausrichten. ER kann uns Auferstehung schenken, schon hier und heute, mitten im Leben. Wie hoffnungsvoll!
Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seele.
So heißt es im Hebräerbrief. Und dieser Vers begleitet uns als Monatsspruch durch den Mai. Ja, wir haben eine feste Hoffnung. Durch unseren auferstandenen und lebendigen Herrn. Durch sein Leiden und seinen Tod hat Christus dem Leiden und dem Tod die Macht genommen. Und durch seine Auferstehung hat er eine feste, eine bleibende und unverlierbare Hoffnung begründet. Niemand kann sie uns wegnehmen oder streitig machen. Nichts und niemand kann sie auslöschen. „Cum spes vivere - mit der Hoffnung leben“ – das soll und muss die Losung für unser Leben sein. Und diese Botschaft möchte ich Euch zum Osterfest 2026 und für die sich daran anschließende Osterzeit zurufen: Lebt mit der Hoffnung, die euch Christus durch seine Auferstehung neu geschenkt hat. Lasst die Hoffnung in euer Leben und in eure Herzen einziehen. Haltet euch an der Hoffnung fest. Baut darauf. Lebt mit und aus dieser Hoffnung. Redet von der Hoffnung. Bekennt sie. Geht eueren Weg voller Hoffnung. Bleibt zuversichtlich und hoffnungsvoll. Gebt die Hoffnung nicht auf. Schaut auf Christus, den Auferstandenen und Lebendigen. Vertraut euch ihm an.
So wünsche ich Ihnen und Euch ein frohes und gesegnetes Osterfest und eine zuversichtliche und hoffnungsvolle Osterzeit.
Bleibt behütet, seid Gott befohlen und herzlich gegrüßt,